Kinderbetreuung

In all unseren Kindertagesstätten ist der Orientierungsplan Baden-Württemberg in seiner jeweiligen Fassung die Grundlage der einzelnen Konzepte. Jeder Einrichtung bleibt dabei jedoch die individuelle Gestaltung des pädagogischen Konzeptes selbst überlassen.
Unabhängig davon nach welchem Konzept in den Einrichtungen gearbeitet wird bleibt ein Ziel in all unseren Einrichtungen gleich: für die Kinder eine Atmosphäre von Geborgenheit, Sicherheit und Wohlbefinden zu schaffen, um eine optimale Grundlage für die kindliche Entwicklung zu gewährleisten.

Das Kind steht in unserer pädagogischen Arbeit im Mittelpunkt und wird von uns als eigenständige Persönlichkeit, mit eigenen Bedürfnissen und individuellen Lebensumständen gesehen.

Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, den eigenen Entwicklungsstand und Rhythmus jedes Kindes zu erkennen, aufzugreifen, zu fordern und zu fördern. Wir unterstützen das Kind dabei ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aufzubauen. Dies bedeutet für uns, dass wir dem Kind Raum geben sich selbst zu entfalten. Weiter liegt ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit in der Partizipation der Kinder. Dies umfasst die Mitgestaltung, Mitbestimmung und die Beteiligung im Alltag.

Unser Bild vom Kind


"Jedes Kind ist einzigartig und wichtig, es hat verschiedene Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen und Bedürfnisse, mit denen es wahrgenommen wird".

Dieses Zitat ist die Grundannahme unseres Bildes vom Kind. Unsere pädagogischen Fachkräfte Vertrauen in die Kompetenzen der Kinder und nutzen diese als Ausgangspunkt für ihre Arbeit. Dies beinhaltet für uns auch, dass Kinder mit einer Behinderung nach Artikel 23 der Kinderrechtskonvention gefördert werden.

Die kindliche Entwicklung erfolgt aus einem Zusammenspiel zwischen dem eigenen Antrieb des Kindes, der ihm gebotenen Erfahrungen und der individuellen Wahrnehmung des Kindes. Weiter lernen Kinder aus ihrer Umwelt. Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle werden von den Kindern verarbeitet, in dem sie Verknüpfungen herstellen und logische Schlussfolgerungen treffen.

Kinder haben ein Recht auf Bildungseinrichtungen und Bildungsziele, die sich an der kindlichen Weltsicht orientieren. Durch die Erwachsenen erfährt das Kind Wertschätzung. Erwachsene selbst versetzen sich dabei in die Position des Kindes und lernen die Gedanken des Kindes nachzuvollziehen.
Weiter brauchen Kinder eine soziale Gemeinschaft, in der sie ihre Position finden und lernen Beziehungen zu knüpfen. Dabei fällt den pädagogischen Fachkräften die Rolle des "sicheren Hafens" zu, von dem ausgehend sich das Kind seine Gemeinschaft erschließt. Hierdurch erfährt es auch soziale Sicherheit.

Den Gegenpol zur Privatsphäre bildet die Gemeinschaft. Die Aufgabe der Erzieher/innen ist es, das Kind zu schützen und ihm eine Privatsphäre zu ermöglichen. Das Kind soll in seinem Handeln frei sein. Denn ein schablonenhafter und zwingender pädagogischer Charakter nimmt dem Kind den Antrieb für seine Entwicklung. In der Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und der Selbstgestaltung liegen die Triebfeldern der Entwicklung.
Der Wille des Kindes wird insoweit berücksichtigt, wie er auch dem Wohl des Kindes entspricht. Der Entwicklung des Kindes entsprechend wird ein Rahmen vorgegeben, in dem sich das Kind in seinen Selbstkompetenzen üben kann. Ein Kleinkind ist zum Beispiel in der Lage zu bestimmen wie viel es essen möchte, jedoch ist es nicht in der Lage selbst einen ausgewogenen Ernährungsplan zusammen zu stellen.

Die Erwachsene haben daher die Verantwortung, das Kind mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen anzunehmen und seinen Rahmen dementsprechend zu gestalten und dem Entwicklungsstand anzupassen.
  • Kinder haben das Bedürfnis selbstständig zu handeln und als aktive Beobachter/in, Teilnehmer/in und Gestalter/in an der Welt teilzuhaben.
  • Sie lernen in sozialen Zusammenhängen und brauchen dafür unterschiedliche Interaktionspartner/innen.
  • Kinder lernen durch spielerische Aktivität und aktives Spiel.
  • Die emotionale Sicherheit und Zuwendung bietet die Basis für kindliche Lernprozesse und die Entwicklung des Selbst.
  • Kinder erlenen demokratisches Bewusstsein durch Teilhabe und Aushandlung.
  • Kinder benötigen die Anerkennung ihrer eigenen Besonderheiten durch andere.